GLOSSAR

Finanz-Glossar für Unternehmer

Die wichtigsten Finanzbegriffe — verständlich erklärt, praxisnah eingeordnet. Kein Fachjargon, sondern Klartext für KMU-Entscheider.

Burn Rate

Der monatliche Betrag, den dein Unternehmen an Cash verbraucht. Kritisch für Start-ups und wachsende KMUs: Wenn die Burn Rate höher ist als dein Cashflow, schrumpft dein Puffer jeden Monat.

BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung)

Eine monatliche Übersicht deiner Einnahmen, Ausgaben und des Betriebsergebnisses — erstellt vom Steuerberater. Die BWA zeigt, was war, nicht was kommt. Sie ist ein Rückspiegel, kein Navigationssystem.

Cash Runway

Die Anzahl der Monate, die dein Unternehmen mit dem aktuellen Cash-Bestand überleben kann, ohne neues Geld einzunehmen. Cash Runway = Kontoguthaben ÷ monatliche Burn Rate.

Cashflow

Der tatsächliche Geldfluss in und aus deinem Unternehmen. Unterscheide: operativer Cashflow (aus dem Tagesgeschäft), Investitions-Cashflow und Finanzierungs-Cashflow. Gewinn ≠ Cashflow.

Controlling

Die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle deiner Unternehmenszahlen. Gutes Controlling liefert dir Entscheidungsgrundlagen — nicht nur Berichte.

Deckungsbeitrag (DB)

Umsatz minus variable Kosten. Zeigt dir, wie viel ein Produkt, Kunde oder Projekt tatsächlich zur Deckung Deiner Fixkosten beiträgt. Ohne DB-Rechnung weißt du nicht, wo du Geld verdienst.

Direkte Kosten

Direkte Kosten stehen in einem festen Zusammenhang mit dem Produkt oder der erbrachten Dienstleistung. Es handelt sich dabei um Materialkosten, Löhne und direkt zurechenbare Gehälter. Das Verhältnis zwischen Kosten und produzierter Menge ist oft gleich bleibend, muss es jedoch nicht sein.

EBIT

Umsatz minus variable Kosten. Zeigt dir, wie viel ein Produkt, Kunde oder Projekt tatsächlich zur Deckung deiner Fixkosten beiträgt. Ohne DB-Rechnung weißt du nicht, wo du Geld verdienst.

EBITDA

EBIT plus Abschreibungen. Wird oft als Proxy für den operativen Cashflow genutzt und ist eine beliebte Kennzahl in Bankgesprächen und bei Investoren.

Fixkosten

Kosten, die unabhängig vom Umsatz anfallen: Miete, Gehälter, Versicherungen. Ein hoher Fixkostenblock macht dein Unternehmen anfällig bei Umsatzrückgängen.

Forderungslaufzeit (DSO)

Beschreibt die durchschnittliche Anzahl an Tagen, die ein Unternehmen benötigt, um offene Kundenforderungen in tatsächliche Zahlungen umzuwandeln (DSO = Days Sales Outstanding). Je niedriger die DSO, desto schneller fließt Geld ins Unternehmen.

Forderungsmanagement

Kosten, die unabhängig vom Umsatz anfallen: Miete, Gehälter, Versicherungen. Ein hoher Fixkostenblock macht dein Unternehmen anfällig bei Umsatzrückgängen.

Free Cashflow Marge

Anteil des Umsatzes, der als freier Cashflow nach Abzug aller Betriebskosten und Investitionen verbleibt. Je höher die Marge, desto mehr Geld steht für Investitionen und Schuldenabbau zur Verfügung.

FTE

FTE steht für „Full Time Equivalent“ oder auf Deutsch „Vollzeitäquivalent“. Mit dieser Kennzahl können Unternehmen die Arbeitszeit von Teilzeit- und Vollzeitkräften vergleichbar machen und den tatsächlichen Personalbedarf berechnen.

Gemeinkosten

Gemeinkosten sind Kosten, die einem Produkt oder einer Dienstleistung nicht direkt zugeordnet werden können. Dies umfasst insbesondere Gehälter der Verwaltung, Miete für Betriebsgebäude oder Stromkosten.

Kapitalbindung (CCC)

Beschreibt die durchschnittliche Anzahl an Tagen, wie lange das investierte Kapital im Umlaufvermögen (Lager, Forderungen) gebunden ist, bis es durch Zahlungseingänge der Kunden wieder liquide ist (CCC = Cash Conversion Cycle). Cash Conversion Cycle = Forderungslaufzeit (DSO) − Kreditorenlaufzeit (DPO). Ein niedriger CCC bedeutet höhere Liquidität und Effizienz.

KPI (Key Performance Indicator)

Eine Kennzahl, die den Fortschritt in Richtung eines wichtigen Unternehmensziels misst. Gute KPIs sind spezifisch, messbar und handlungsleitend — nicht nur ’nice to know‘.

Kreditorenlaufzeit (DPO)

Beschreibt die durchschnittliche Anzahl an Tagen, die ein Unternehmen benötigt, um seine Rechnungen für Waren und Dienstleistungen zu begleichen (DPO = Days Payable Outstanding). Je höher die DPO, desto länger steht das Geld dem Unternehmen zur Verfügung.

Liquidität

Die Fähigkeit, jederzeit deine Rechnungen bezahlen zu können. Liquidität ist nicht Gewinn: Du kannst profitabel sein und trotzdem zahlungsunfähig werden.

Liquiditätsplanung (rollierend)

Eine vorausschauende Planung deiner Ein- und Auszahlungen über 13 Wochen. Sie wird wöchentlich aktualisiert und zeigt dir, wann Engpässe drohen — bevor sie eintreten.

Liquiditätsreserve

Wie lange der finanzielle Puffer bei aktuellen Fixkosten reicht. Dieser dient dazu, kurzfristige Verbindlichkeiten, laufende Ausgaben oder unerwartete Ereignisse abzusichern.

Marge

Der prozentuale Anteil des Gewinns am Umsatz. Brutto-Marge (nach Wareneinsatz), Netto-Marge (nach allen Kosten). Marge zeigt dir, wie effizient du wirtschaftest.

Mitarbeiter (FTE)

FTE steht für „Full Time Equivalent“ oder auf Deutsch „Vollzeitäquivalent“. Mit dieser Kennzahl können Unternehmen die Arbeitszeit von Teilzeit- und Vollzeitkräften vergleichbar machen und den tatsächlichen Personalbedarf berechnen.

Variable Kosten

Kosten, die mit dem Umsatz steigen oder fallen: Material, Provisionen, Versandkosten. Im Gegensatz zu Fixkosten passen sie sich dem Geschäftsvolumen an.

Verrechnungssatz

Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den ein Unternehmen pro Arbeitsstunde in Rechnung stellt. Er umfasst die direkten und indirekten Kosten, die mit der Erbringung einer Dienstleistung oder der Herstellung eines Produktes verbunden sind.

Working Capital

Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten. Zeigt, wie viel Kapital im Tagesgeschäft gebunden ist. Zu viel Working Capital = gebundenes Cash, das dir für Investitionen fehlt.

„Ich baue
MIT Dir
, nicht
FÜR Dich."

– Stefan Seidel, Gründer

Im kostenlosen Erstgespräch finden wir heraus, wo dein größtes Potenzial liegt — und ob wir zueinander passen.

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